Intelligente Messsysteme

Die nächsten Schritte für Stadtwerke / SüdWestStrom bietet ab 2016 Dienstleistung an

Von links nach rechts: Franz Pfauntsch (Robotron), Michael Walter, Heiko Müller (beide Stadtwerke Schwäbisch Hall), Torsten Kohlsdorf, Roland Klaiber (beide Power Plus Communications), Jochen Schmidt (SüdWestStrom), Sebastian Möllencamp (Robotron)

Am 1. Januar 2017 beginnt der Rollout für intelligente Messsysteme in Deutschland. Dann müssen Letztverbraucher mit einem Jahresstromverbrauch über 6.000 kWh sowie alle EEG– oder KWK-Anlagen mit einer installierten Leistung über 7 kW ein intelligentes Messsystem erhalten. Die bisherige Beschränkung auf Neuanlagen wird ab dann entfallen.

Seit Sommer 2014 sammelt SüdWestStrom gemeinsam mit den Partnern der Stadtwerke Schwäbisch Hall, Eutin, Tübingen, Bietigheim-Bissingen, Bretten sowie drei Dienstleistern in einem Pilotprojekt Erfahrungen bei der Einführung intelligenter Messsysteme. Die Einrichtung und Installation der Zähler sowie Gateways hat einige Hürden hinsichtlich der Hardware-Installation, einer aufwendigen Konfiguration, Firewall- und Kompatibilitäts-Problemen und der Synchronisation zwischen Gateway und Server aufgezeigt. Diese gilt es für die Zukunft gemeinsam zu bewältigen.

Stadtwerke diskutieren nächste Schritte

Jochen Schmidt moderierte die Kundenveranstaltung und hielt selbst zwei Vorträge.

Ende November diskutierten in Tübingen 26 Vertreter von Stadtwerken und der Projektpartner über den Stand des Pilotprojekts sowie über die Rahmenbedingungen. Ein Ziel der Kundenveranstaltung war, die aktuell wichtigsten Schritte für Stadtwerke zu analysieren und zusammenzutragen:  

Welche Pflichtaufgaben wollen Sie im Bereich der intelligenten Messsysteme zukünftig selbst übernehmen? Wie setzen Sie diese sicher und effizient um? Wann beginnen Sie mit den Planungen für den Smart-Meter-Rollout in Ihrem Stromnetz, der ab 2017 verpflichtend wird? 

Welcher Dienstleister bietet Ihnen eine kostengünstige Lösung für die Beschaffung von Soft- und Hardware? Welche Technik ist für die Größe und die Bedingungen Ihres Netzes für die Kommunikation zwischen Messstellen und Messstellenbetreiber geeignet? Welche praktischen Herausforderungen kommen auf Sie beim Einbau von intelligenter Messtechnik zu?  

SüdWestStrom hat sich intensiv mit den regulatorischen und technischen Rahmenbedingungen beschäftigt und wertet die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt fortlaufend aus. In den nächsten Wochen entwickeln wir zusammen mit unseren Partnern daraus eine Dienstleistung für Stadtwerke. Kommunale Stadt- und Gemeindewerke, die SüdWestStrom mit dieser Dienstleistung beauftragen, werden damit die Aufgaben des Smart Meter Gateway Administrators abdecken können. Dieses Angebot hilft lokalen Verteilnetzbetreibern bei der Bewältigung dieser neuen Herausforderung.       

Wir verfolgen dabei unseren bewährten Kooperationsansatz: SüdWestStrom unterstützt kleine und mittlere Stadtwerke bei der Erfüllung der zunehmend komplexer werdenden Aufgaben und der individuellen Umsetzung der übergeordneten Rahmenbedingungen vor Ort. Das Know-how im Bereich des Smart Meter Gateway Administrators wird gebündelt und schafft Synergien für viele Stadtwerke. Wir sind davon überzeugt, dass Smart Metering eine Chance für Stadtwerke ist, die Effizienz zu erhöhen und unter anderem neue vertriebliche Potenziale zu erschließen. 

Wenn Sie mit uns gemeinsam diese Aufgabe des Smart-Meter-Gateway-Administrators bewältigen wollen, sind wir auf Ihre Impulse gespannt. Melden Sie sich bei unserem Produktmanager Justus Hoffmann. Er ist erreichbar unter der Rufnummer 07071 157-2066 und per E-Mail unter justus.hoffmann@suedweststrom.de

Gerne stellen wir Ihnen die Präsentationen der November-Veranstaltung zur Verfügung. Wenn Sie Interesse an den Unterlagen und unseren Dienstleistung haben, erhalten Sie weitere Infos unter der zentralen E-Mail-Adresse: vertrieb@suedweststrom.de.

Partner des Pilotprojekts „Smart Meter Gateway“

An dem Pilotprojekt sind erfahrene Dienstleister beteiligt. Im Bereich der Kommunikationssysteme und Hardware nimmt die Power Plus Communications AG an dem Projekt teil. Das Mannheimer Unternehmen ist spezialisiert auf Breitband-Powerline-Kommunikationssysteme und hat beispielsweise auch einen großen Rollout in Mannheim umgesetzt. Für den Bereich Datenbanken und Software ist die Robotron Datenbank-Software GmbH aus Dresden verantwortlich. Außerdem ist Telefónica Deutschland beteiligt als Dienstleister für Mobilfunklösungen.

Smart Meter Gateway des Projektpartners Power Plus Communications

Mess­stel­len­be­triebs­ge­setz – MsbG

… neues Gesetz, in dem die Fragen des Rollouts, der Finanzierung von intelligenten Messsystemen und datenschutzrechtliche Details geregelt werden. Aktuell wurde das Gesetz vom Bundeskabinett beschlossen. In das Gesetz werden Regelungen zu Messstellenbetrieb und Messung aus der Messzugangsverordnung (MessZV) und einige Inhalte des EnWG einfließen.

Smart Meter Gateway

… ist die Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems. Es handelt sich dabei um ein etwa 15 mal 15 Zentimeter großes Bauteil, das moderne Messeinrichtungen sicher in ein Kommunikationsnetz einbindet. Das Gerät kann Daten erfassen, verarbeiten und versenden. Das Gerät ermöglicht den gesetzeskonformen Einsatz von Smart Metern: vor allem hinsichtlich Datenschutz, Datensicherheit und Interoperationalität. Beispielsweise sendet ein Smart Meter Gateway die Daten von einem halben Dutzend Smart Metern an den Messstellenbetreiber.

Smart Meter Gateway Administrator

… bezeichnet das Unternehmen, das als Messstellenbetreiber oder im Auftrag dessen für die Kommunikation und den technischen Betrieb eines intelligenten Messsystems verantwortlich ist.